Die fünf zu eins Regel

Worin liegen denn die „Geheimnisse“ dauerhaft funktionierender Liebesbeziehungen?

Jeder von uns möchte respektiert und wertgeschätzt, als besonderes und einzigartiges Wesen wahrgenommen, als liebenswert und begehrenswert empfunden werden.

Wohlgemerkt geht es einem nicht nur selbst so, auch der Partner hat diese gleichen Hoffnungen und Bedurfnisse.

Diesen Bedürfnissen stehen bei jedem von uns jedoch eine Menge an erlebten Selbstzweifeln, Abwertungen, Unsicherheiten, Kränkungen, emotionalen Verletzungen und erlebtem gedanken- respekt- und liebloser Umgang gegenüber.

Diese negativen Umstände haben auf die eigene als auch auf die Lebenszufriedenheit des Partners ein gewaltigen, schwergewichtigen Einfluss. Und das enorme Gewicht dieses Einflusses wird gerade von Menschen die rationalen Denken verhaftet sind leicht unterschätzt.

Gerade als negativ- abwertend empfundene Umstände sind mit intensiv erlebten negativen Gefühlen gekoppelt – und unser Gedächtnis speichert Umstände welche mit Gefühlen gekoppelt sind ausgesprochen gut und langanhaltend. Sprich: negativ- abwertende Umstände haben dadurch ein enormes Gewicht.

Das wirst Du wohl auch an eigenen Beispielen nachvollziehen können. Dir werden sicherlich Situationen aus Deiner Schulzeit in denen Du gemobbt, bloßgestellt oder abgelehnt wurdest auch Jahrzehnte später noch in Erinnerung geblieben sein.

Negative, mit Emotionen besetzte Erlebnisse haben einen langfristigen, ja fast als übergewichtig zu bezeichnenden Einfluss auf das Selbstbild eines jeden Menschen. Also auch auf Dich und Deinen Partner.

Möchtest Du Dein Selbstbild beschädigen lassen? Sicher nicht. Und ist es nicht geradezu zwingend logisch und verständlich dass es Deinem Partner genauso geht?

Würdest Du nicht selber viel lieber positive Reaktionen erleben? Übrigens: Deinem Partner geht es genauso….

Fünf zu eins

Wissenschaftler haben untersucht wie sich positive(*) und negative Rückmeldungen eines Partners auf das Gefühl des anderen Partners „Angenommen zu sein“ auswirken. Es kristallierte sich bei den Untersuchungen heraus, dass eine negative Rückmeldung (zB. abwertender Blick, Kritik, ignorieren usw….) fünf positive Reaktionen benötigte, um wieder eine emotionale Ausgewogenheit erzeugen zu können. Die Wissenschaftler konnten aufgrund stattfindender oder nicht stattfindender positiver Reaktionen schon in der Anfangsphase einer Ehe sehr oft zutreffende Aussagen zur Zukunftsperspektive und Dauerhaftigkeit einer Ehe treffen.

Ein wichtiger „Baustein“ für eine erfüllende, liebevolle Partnerschaft:

Wenn Du selber eine dauerhafte und befriedigende Partnerschaft erleben willst, dann achte darauf dass Deine positiven Reaktionen fünf mal soviel Raum einnehmen wie Deine negativ besetzten Reaktionen.

Das mag jetzt „mechanisch“ klingen, aber gezeigte echte Wertschätzung bleibt „immer echt“. Entscheidend ist, dass diese Wertschätzung wirklich gezeigt wird und auch wirklich beim Partner ankommt.

(*) Der freundliche Blick, die zärtliche Berührung, Aufmerksamkeit, mit-hoffen, mit-fühlen, sich einlassen usw….

Oder einfach mal auf diese Weise:

Zeichen der Liebe