Meine Erfahrungen als Internet- Partnervermittler

Ich möchte hier einmal über meine Erfahrungen als früherer Internet- Partnervermittler berichten und Einblick in die Geschichte und Hintergründe dieses vor Jahren unter der gleichen Domain laufenden Projektes geben.

Ich könnte mir vorstellen dass es für den Einen oder Anderen von Euch recht interessant werden könnte. Ihr andere Sichtweisen mitbekommt und Informationen erhaltet die Ihr sonst nirgendwo bekommen würdet.

Ich habe mir gedacht die nachfolgende Punkte hier der Reihe nach abzuarbeiten.

Die eigene Motivation

Vor 23 Jahren sah ich meine Frau zum ersten Mal auf der Hochzeitsfeier unserer Freunde.

Es war sofort gegenseitige Faszination da – und das Gefühl „angekommen zu sein“

Obwohl fast 400 km Distanz zwischen unseren Wohnorten lagen und wir uns nur am Wochenende sehen konnten kam nach 21 Tagen meine Frage aller Fragen…. à Ja! (Und um allen Lästerbacken den Wind aus den Segeln zu nehmen: Nein, da war nichts „bereits in Arbeit“…)

5 Monate später waren wir verheiratet und sind auch heute ausgesprochen glücklich miteinander.

Normalerweise würde mir eher eine rationale Abwägung liegen, aber diese Entscheidung war eine völlig klare Gefühlsentscheidung. (Eine solche Gefühlsentscheidung funktioniert vielleicht aber erst erfolgreich, wenn eine gesunde Basis an Lebenserfahrung vorhanden ist..?)  Deshalb für die jüngeren hier: Vorsicht. 😉

8 Jahre später wollte ich dann doch einmal rational verstehen warum gegenseitige Faszination entsteht, wie Partner am besten zusammenpassen und sich gegenseitig ergänzen. Kurz, wie eine funktionierende Partnerschaft entsteht, wie und weshalb sie Bestand hat.

Ich habe mir zu dieser Fragestellung die unterschiedlichsten Persönlichkeitsmodelle und die dazugehörigen Testverfahren angeschaut. Bücher gelesen, Studien und Untersuchungen recherchiert. Und langsam aber sicher entwickelte sich bei mir ein Eindruck, eine Überzeugung, ein Verständnis wie es funktioniert und funktionieren kann.

Mein Wunsch war es dabei, dieses Wissen Anderen auf einem qualitativ hohen Niveau aber allgemeinverständlich zur Verfügung zu stellen um deren Partnersuche deutlich zu erleichtern.

Ich fand auch die Aussicht mein Einkommen mit etwas zu erzielen, welches mich richtig interessiert, meinen Überzeugungen und Werten entsprach, sehr ansprechend.

Um das Jahr 2006 herum war es dann soweit. Die erste Version der Seite Glück in der Liebe ging online.

Statistik und sich daraus ergebende Schlussfolgerungen

Wenn man sich die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Thema Alleinlebende und Alleinlebendenquote in der Entwicklung von 1991 zu 2011 anschaut:

Gegenüber 1991 ist die Zahl der Alleinlebenden in Deutschland um rund 4,0 Millionen
gestiegen; dies entspricht einer Steigerung um 40 %. Vor zwanzig Jahren gab es
11,4 Millionen Alleinlebende; das waren gut 14 % der Bevölkerung.
Seit 1991 ist die Zahl allein lebender Frauen um 16 % gestiegen, im gleichen Zeitraum
hat sich die Zahl der allein lebenden Männer sogar um 81 % erhöht.

Zwischen 1991 und 2011 erhöhte sich
die Alleinlebendenquote der Männer von 11 % auf 19 %. Dagegen stieg der Anteil der
allein lebenden Frauen von 18 % auf 21 % vergleichsweise moderat.

Wenn man jetzt auch noch bedenkt dass 1996 noch 14%, im Jahre 2009 jedoch durchschnittlich 19 % der Mehrpersonenhaushalte die Haushalte von Alleinerziehenden waren, ist die Zunahme an Beziehungslosigkeit sehr wahrscheinlich.

Weitere Infos zu diesen Zahlen findet Ihr unter:

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2010/Alleinerziehende/pressebroschuere_Alleinerziehende2009.pdf?__blob=publicationFile)

Interessant daran ist, dass die Ergebnisse in diesem untersuchten Zeitraum fast deckungsgleich mit der aufkommenden Internetnutzung sind.

Man könnte glatt zum Schluss kommen das die ganzen Dating- und Partnerbörsen und andere Formen von Social Media keinen positiven Einfluss auf die eigentlich angestrebte Funktion – zwischenmenschliche Beziehungen entstehen zu lassen – hat.

Es gibt also einen riesengroßen Bedarf an Kontakt, an Gemeinschaft. Und dieser Bedarf wird immer größer und drängender. Aber gibt es auch eine Lösung dieses Problemes?

 

Der unausgesprochene (unaussprechliche?) Kundenwunsch

Wenn man ein Projekt startet sollte man sich zuerst einmal Gedanken über das drängendste Problem seiner potentiellen Kunden machen. Und erst dann nach einer möglichen Lösung für die anvisierte Kundenzielgruppe suchen. Dieses drängendste Kundenproblem kann je nach Kundentyp sehr sehr unterschiedlich sein: Das reicht in diesem Bereich von

– Wie bekomme ich jemanden schnellstmöglich in die Kiste.

– Wie kann ich meine Einsamkeit beenden.

– Wie gelange ich mit möglichst wenig Einsatz / Risiko dazu meine Ansprüche zu erfüllen.

– Wie finde ich „mich schmückendes Beiwerk“.

– Wie finde ich Versorgung.

– Wie finde ich einen Menschen mit Status / Jugendlichkeit / Geld / Sexappeal.

– Wie finde ich einen Menschen der auch meine Mankos / Fehler akzeptiert.

– Wie finde ich einen Menschen der auch meine Kinder akzeptiert.

– Wie finde ich einen Menschen der zu mir passt, mit dem eine gemeinsame Zukunft entstehen kann.

– Wie finde ich einen Menschen den ich lieben kann, der mich liebt, der zu mir steht.

Meinen Focus habe ich auf die Menschen denen die letzten 4 Wünsche wichtig waren hin ausgerichtet. Wenn man sich in diese Menschen hineinversetzt, dann ist ihnen wohl eines gemein: Der Mangel an Zugehörigkeit, der Mangel an emotionaler Zuwendung, Einsamkeit, der Mangel an positiven Reaktionen gegenüber der eigenen Person und damit oft einhergehend ein eingeschränktes Selbstwertgefühl und Selbstzweifel.

Und diese Menschen sind aus verständlichen Gründen ganz besonders Empfindsam wenn es um „nicht wahrgenommen werden“ „nicht akzeptiert werden“  „weggeklickt werden“ oder sogar „abgelehnt werden“ geht.

Ich bin mir sicher dass diese vier Empfindungen maßgeblich für das Verhalten von Mitgliedern auf einem solchen Portal sind. Und das der unausgesprochene, erste Kundenwunsch lautet:

Verletze mich nicht….

Weder ich noch die großen Portale haben es geschafft dazu ein überzeugendes, schmerzvermeidendendes Konzept zu entwickeln. Der Erfolg, oder sagen wir lieber die Verbreitung von Tinder beruht wohl zum großen Teil darauf dass ein “Match” nur bei gegenseitigem “Like” entsteht, die Teilnehmer die Wegwischmentalität aber nicht unmittelbar erfahren oder zu spüren bekommen.

Aufgrund der Schmerzvermeidung (?) wurden übrigens 80% der Mitglieder bei mir nicht selber aktiv in der Erstkontaktaufnahme. Ich denke dieser Wert ist Branchentypisch.

Ein Tipp für diejenigen von Euch, die selber auf Partnersuche sind:

Wenn Ihr selber aktiv werdet, lasst Ihr 80% eurer Wettbewerber hinter Euch. Die eigene Aktivität ist der Erfolgsschlüssel Nr.1 und kommt noch weit vor Schönheit, Bildung, Geld….

 

Wie packe ich es an?

Die ersten Fragen die ich mir dazu gestellt habe:

Welche Kunden möchte ich haben und welche Bedürfnisse haben diese Kunden? (1)

Ich wollte Kunden haben, die einen der wesentlichsten Punkte für Ihre Lebensqualität noch nicht umsetzen konnten:

Eine Partnerschaft in der sich Partner gegenseitig anziehen und auch mit ihrer Persönlichkeitsstruktur ergänzen / bereichern. Kunden mit Lebenserfahrung und dem Wissen dass der schöne Schein alleine keine Garantie für eine dauerhafte Partnerschaft ist. Also absolut kein Dating- Bilderbuch- oder Abenteuerportal. (von denen es schon 2006 rund 1000 Stück gab)

Dann wollte ich das Portal aus zwei Gründen regional ausrichten:

Zum ersten macht es für Mitglieder nur Sinn wenn diese Ihre Partnervorschläge in ihrem Regionalen Umfeld haben. Sonst werden Kontakte und Treffen aufgrund der Entfernung nicht aufgenommen.

Und zum zweiten ist es eine Kostenfrage wie groß der Bereich ist in dem man Werbung macht. Der große Unterschied zu anderen Webprojekten ist hier dass in jedem lokalen Bereich die kritische Masse an Teilnehmern gewonnen werden muss damit man den Kundenwünschen gerecht werden kann.

Meine Formel lautete dazu: im Umkreis von 25 Km müssen mindestens 500 Teilnehmer sein die in der Lage sind Kontakt mit anderen aufzunehmen. Da nur etwa 20% der Teilnehmer von sich aus Kontakt aufnehmen (und 80% auf Anfragen warten) hat man bei solchen Zahlen rund 100 pro-aktive Nutzer im regionalen Umfeld. Erschwerend bei der Kritischen Masse ist auch noch das täglich ca. 1% der Teilnehmer in die Inaktivität abgleiten, man also täglich 1% neue Mitglieder gewinnen muss, um den Status aufrecht zu erhalten.

Das Konzept

um einem Nutzer Partnervorschläge vorzustellen, deren Persönlichkeitsprofil besonders aussichtsreich für eine Partnerschaft wäre, habe ich nach Studien / Untersuchungen recherchiert die Persönlichkeitseigenschaften und Wechselwirkungen für eine Partnerschaft zum Thema hatten. Ich bin dabei auf zwei Persönlichkeitsmodelle gestoßen auf deren Erkenntnissen ich meinen Fragenkatalog aufgebaut habe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Enneagramm

http://de.wikipedia.org/wiki/Myers-Briggs-Typindikator

Dann habe ich aus Untersuchungen zur Beständigkeit von Partnerschaften eine Prioritätenliste entwickelt mit der besonders aussichtsreiche Partnerkonstellationen, mit Zahlenwerten versehen, berechnet werden konnten.

Um dann einem Partnersuchendem auch noch Informationen über das Persönlichkeitsprofil des Vorgeschlagenen, und die Wechselwirkung mit seinem eigenen Persönlichkeitsprofil anbieten zu können habe ich 180 Texte verfasst. Damit habe ich die unterschiedlichsten Paar- Konstellationen auf der Persönlichkeits- Ebene abgebildet.

Auch wenn hinter diesem Angebot sehr viele Überlegungen und wohlmeinende Orientierungshilfen steckten, wurden diese Informationen nur sehr wenig genutzt. (Aufgrund der durchschnittlichen Verweilzeiten konnte ich darauf schließen inwieweit die Texte gelesen wurden) Dieses fehlende Interesse hätte ich bei einem so wichtigen Thema wie der Partnersuche nicht für möglich gehalten.

Insgesamt hatte ich rund 6.500 Partnersuchende aus dem Köln- Bonner Bereich bei ihrer Suche unterstützt.

Betriebswirtschaftliche Aspekte

 

Die Internet- Partnervermittlungen

Wenn man sich die Bilanzen der großen Player (auf www.unternehmensregister.de) einmal genau anschaut dann ist da die betriebswirtschaftliche Situation auch nicht gerade berauschend. Auch da sind die Begriffe „ Verlustvortrag“ „nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ oder „Verlust“ häufig anzutreffen.

Besonders interessant sind die Erläuterungen zu einzelnen Bilanzpositionen als auch zu den zukünftigen Geschäftsrisiken.

Und da werden auch einzelne recht erstaunliche Zahlen genannt: So benennt die Firma welche auch eD…. betreibt den eigenen Werbeaufwand mit 80% (in Worten: achtzig Prozent)!

In Zahlen ausgedrückt:

Um einen Kunden für ein 3 Monats- Paket zu gewinnen welches 209 Euro kostet müssen 167 Euro Werbeaufwand getrieben werden.

Um einen Kunden für ein 6 Monats- Paket zu gewinnen welches 299 Euro kostet müssen 239 Euro Werbeaufwand getrieben werden.

Um einen Kunden für ein 12 Monats- Paket zu gewinnen welches 428 Euro kostet müssen 383 Euro Werbeaufwand getrieben werden. (Alle Zahlen incl. Mwst)

Solche Zahlen hätte ich früher nicht für möglich gehalten.

Wie mit 20% des Umsatzes die gesamte Dienstleistung / Personal / Mieten usw. geschultert werden sollen ist mir schleierhaft.

Ich denke die eigentlichen Gewinner dieser Entwicklung sind die Verlage, Radio- und Fernsehstationen, Singlebörsenvergleiche und natürlich Google.

Da ist es auch nicht verwunderlich das von dort fast nur wohlwollende Berichte an die Öffentlichkeit dringen.

Events:

Um das Angebot abzurunden und den Singles die Möglichkeit zu geben sich zwanglos kennenzulernen hatte ich Kochevents eines externen Veranstalters über Webseite und Printwerbung angeboten. Dabei stellte sich heraus dass die Herren der Schöpfung nicht ins handeln kamen und ich eine 50 / 50 Verteilung männlich / weiblich nicht darstellen konnte.

Selbst Versuche mit einer Veranstalterin für eine Erlebnisrally im Siebengebirge sind an dieser männlichen Inaktivität gescheitert.

Das tat mir ausgesprochen leid, da beide Veranstalter einen ausgesprochen guten Eindruck bei vorher von mir besuchten Veranstaltungen hinterließen. Und dass Singles die Möglichkeit nicht nutzen wollten sich völlig ungezwungen kennenzulernen – für mich nicht verständlich.

Die entscheidende Veranstaltung mit der ich es geschafft habe innerhalb von einem Wochenende die kritische Masse an Mitgliedern in Bonn zu erreichen war folgende:

Auf einer Ü30 Party haben wir den 3000 herauskommenden Gästen je eine rote Rose überreicht, an die ein bedrucktes Papierfähnchen angetackert war mit dem Text: Partner suchen und finden: Glueck-in-der-Liebe.de. Verbunden mit hohem finanziellen Aufwand und persönlichem Einsatz. Aber persönliche Ansprache in Verbindung mit emotionaler Botschaft – das funktioniert.

Bei den Versuchen die Konversionsrate zu optimieren habe ich auch Versuche mit unterschiedlichen Farben für die Anmelde- und „Weiter“ Buttons gemacht.

Dabei hat sich die Erstanmeldekonversionsrate nicht wirklich wesentlich verändert. Aber die Häufung bestimmter Persönlichkeitsstrukturen verschob sich. Wobei bei den Farben der Anmeldebuttons bestimmte Verhaltensweisen vermehrt auftraten:

Rot: spontan, schnell, kräftg aber auch ungeduldig

Grün: konzentriert, konsequent aber auch unflexibel

Gelb: abenteuerlustig, aktiv, kommunikativ

Blau: bedächtig, abwägend, geduldig und zurückhaltend

Orange: vertrauensvoll, optimistisch

Für mich waren diese Unterschiede nicht wichtig weil ich ja sehr unterschiedliche Menschen zur Vermittlung brauchte.

 

Die Grenzen einer Internetdienstleistung

10.000 Seitenbesuche entstehen durch (Besuchen, nicht Besuchern)

2.000 einzelne Personen.

600 Personen melden sich zum kostenlosen ausprobieren an. Davon machen mindestens

360 Personen nachweislich falsche Angaben.

48 Personen buchen ein Kontaktpaket.

  • Personen werden von selber aktiv.

14   Personen finden einen Partner (2)

  1. Hier kann ich nur eine Vermutung aussprechen wenn ich davon ausgehe dass eine bestimmte einzelne Person im Durchschnitt 5 Besuche während ihres Auswahlprozesses auf dieser einen Seite ausführt. Die Personenanzahl die dann hinter der Anzahl der Besuche stehen würde wären die genannten 2000 Personen.

 

  1. Diese Zahl ist nach meiner Einschätzung mit großen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Weil eine Rückmeldung der erfolgreichen Teilnehmer praktisch immer unterbleibt. Hier habe ich den von Par ship in der Werbung genannten Erfolgsfaktor von optimistischen 30% einmal als gegeben angesetzt. (der Kontaktpaketinhaber, Andere haben ja keine Kontaktmöglichkeit und damit keine Erfolgsaussichten)

 

Da gibt es also in einer Riesenanzahl Menschen die einen Wunsch haben. Und die hoffen, ähnlich wie beim Lottospielen, mit minimalstem Einsatz den Hauptgewinn zu erzielen.

14 von 2.000……   oder 0,7 % haben Erfolg

Und da ist eine sehr sehr überschaubare Anzahl von Menschen, die sich konsequent für ihre Ziele einsetzen – keine Mühen scheuen – und damit in einem hohen Maße Erfolg haben.

14 von 48….        oder 30 % haben Erfolg

Die Partnersuche ist für die allermeisten die erste Aufgabe im Leben, die sie ohne Anleitung, Hilfen und Vorgaben von außen selber auf die Reihe bekommen müssen. Während man sich bei Schule, Studium und Berufsausbildung in vorgefertigte Bahnen begeben konnte, das eine oder andere mal auch unter Druck setzen lassen musste „um in die Pötte zu kommen“ fehlt hier fördernde aber auch fordernde oder wegweisende Begleitung völlig.

Und da kommen wir an die Grenzen einer Internetdienstleistung:

Die Conversionsoptimierung des Angebotes auf „die Illusion der Wunscherfüllung“ die ausblendet (ausblenden muss??) das es einen gewaltigen Unterschied zwischen einem Wunsch der vom Himmel fallen soll, und einem Ziel zu dem man sich entscheiden und aufmachen muss, gibt.

Dann gab es auch noch eine geradezu erschütternde Erkenntnis. Um Fake- Anmelder und Scamern auf die Schliche zu kommen hatten wir automatisch verglichen wie schnell die 103 Fragen aus unserem Fragebogen beantwortet wurden. 60% der Anmelder klickten sich schneller durch als man die Fragen überhaupt lesen konnte, erzeugten damit bewusst oder grob fahrlässig falsche Profile. Wir haben diese Profile aus der Vermittlung genommen. Tests bei anderen Anbietern zeigten uns dass dieses “herausnehmen” von Fake- Profilen nicht üblich war. Damit sind aber auch deren Persönlichkeitsprofile und die darauf basierende Vermittlung schlicht für die Tonne.

Verblüffend war für mich auch die Erkenntnis wie wenig sich Mitglieder durch Hinweise helfen ließen. So ist es zum Beispiel bei Profilen mit Bildern so, dass diese etwa 8 Mal so viele Zuschriften erhalten wie Profile ohne Bild. (+700%!) Aber ein solcher Hinweis, untergebracht auf einer Seite vor den Kontaktanfragen, brachte keine wesentliche Verhaltensänderung bei den Mitgliedern ohne Profilbild.

Letztendlich wird man in diesem Bereich nur im persönlichen Kontakt in der Lage sein den Kunden effektiv helfen zu können.

Viele Menschen sind in den täglichen Tagesablauf verstrickt, weshalb sie sich keine Zeit nehmen Ihre Strategie und Handlungsweise einmal aus der Vogelperspektive zu überprüfen

Wobei die Schwierigkeit darin besteht zuerst einmal zu verstehen wie die Menschen “ticken”.

Etwa 90% der Bevölkerung bezeichnet eine Partnerschaft als wesentlichen Faktor für die eigene Lebensqualität. Aber der persönliche Einsatz für dieses Ziel bleibt nach meinem Eindruck weit hinter den Bemühungen die hinter einer Berufsausbildung stecken zurück. (Schule, Ausbildung, Studium)

Es ist aber auch erstaunlich wie wenig Anleitung, Hilfestellung und Wissen über Partnerschaft in der Schule vermittelt worden ist. (zumindest bei mir)

Und dieses selbst, teils mühsam und schmerzhaft, aber auch mit Freude erworbene Wissen möchte ich hier in einer neuen Form als Hilfestellung und Anleitung zusammengefasst anbieten.

 

 

 

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