Die konventionelle Partnervermittlung. Schlussfolgerungen aus wirtschaftlicher Sicht.

Die konventionelle, persönliche Vermittlung.

Die Schwierigkeiten die sich hier für einen Partnervermittler auftun sind die immer weiter steigenden Kosten der Kundengewinnung und die Abwanderung potentieller Kunden ins Internet.

In der Region Köln- Bonn kann man davon ausgehen dass man als konventioneller Partnervermittler zwischen 800 und 1500 Euro für Zeitungswerbung ausgeben muss um nur einen einzigen Kunden zu gewinnen. Das wäre noch akzeptabel wenn man denn 4- 5000 Euro von dem Kunden erhalten kann. Aber selbst dann hat man ein Riesenproblem: Man hat nicht die entsprechenden Partnervorschläge…

Wenn man einmal davon ausgeht dass nur etwa 5- 10 % der Kontaktvorschläge des passenden Alters und Geschlechtes als zum Suchenden passende Vorschläge überhaupt in Betracht kommen, dann müsste man insgesamt sicher 200, eher sogar 400 aktuelle, echte Vorschläge in der Kartei haben.

Zumindest wenn man den gemachten Versprechungen halbwegs gerecht werden will. Das würde für einen konventionellen Partnervermittler ein ständig umlaufendes finanzielles Invest von 160.000 – 600.000 Euro bedeuten.

Wohlgemerkt für ein Partnerangebot ohne unendliches Mindesthaltbarkeitsdatum. Denn welcher Partnersuchende wird sich ein oder sogar zwei Jahre mit Versprechungen oder fragwürdigen, unpassenden Partnervorschlägen hinhalten lassen?

Diese Zahlen kommen Euch jetzt sicher sehr unrealistisch vor. Und ich kann es verstehen.

Um sich aber einmal einen neutralen  Eindruck von der betriebswirtschaftlichen Situation im Partnervermittlungsgewerbe zu verschaffen empfehle ich einmal die veröffentlichten Unternehmensbilanzen auf  http://www.unternehmensregister.de  die unter den Begriffen „Partnervermittlung + GmbH“ aufgelistet werden anzusehen. ( GmbH´s sind im Gegensatz zu Personengesellschaften / Einzelfirmen zur Veröffentlichung der Bilanzen verpflichtet)

Da werdet Ihr durchgängig Begriffe finden wie „ nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ oder „Verlustvortrag“ oder „ausstehende Einlagen“ „Liquidation“ oder „Insolvenz“. .

Das Internet mit seinen Kontaktmöglichkeiten entzieht solchen Unternehmungen wohl einfach die Geschäftsgrundlage…

Damit gehen aber auch Eure Chancen, dort fündig werden zu können, den Bach herunter..

Aber einige findige Partnervermittler haben „weitergedacht“. Und bieten den eigenen Kunden, natürlich gegen Bezahlung, die Schulung zum Partnervermittler an. Locken mit „Verdienstmöglichkeiten“ und der Aussicht auf viele Kontakte zu Partnersuchenden……

Ich selber würde niemandem die Einschaltung eines konventionellen Partnervermittlers empfehlen.